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Qualitätsentwicklung
Qualitätssicherung und -entwicklung am Gymnasium Rutesheim
Am Gymnasium Rutesheim wird seit der Gründung der Schule im Jahre 1997 ganz bewusst Qualitätsmanagement betrieben:
- Lehrerinnen und Lehrer evaluieren kontinuierlich ihren Unterricht
- die Schule beteiligt sich an externen Evaluationen (SEIS, Fremdevaluation…) und führt regelmäßig interne Evaluationen durch

- zahlreiche Arbeitskreise entwickeln auf Basis dieser Evaluationen permanent unsere schulische Qualität weiter
- Pädagogische Tage werden als bewusste Qualifizierungsmaßnahme vom Kollegium angesteuert und gestaltet
- mit der bewussten Besetzung von Funktionsstellen wurde ein hervorragendes Beratungs- und Betreuungsangebot für die individuelle Schülerunterstützung und -förderung etabliert
- die Zusammenarbeit mit außerschulischen Kooperationspartnern wird z.B. im Bereich BOGY (Firmen, Hochschulen), aber auch von den Fachschaften ständig weiterentwickelt
Fremdevaluation am Gymnasium Rutesheim im Schuljahr 2010/11
Im Schuljahr 2010/11 wurde das Gymnasium Rutesheim fremdevaluiert. Begutachtet wurde das Schulportfolio, das Schulhaus sowie zahlreiche Unterrichtssituationen. Hinzu kamen Leitfadeninterviews mit über 100 Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern. Ziel war es, aus den dadurch gewonnenen Daten und Informationen die Qualität des Gymnasiums Rutesheim in folgenden Bereichen zu evaluieren:
- Unterricht
- Professionalität der Lehrkräfte
- Schulführung und Schulmanagement
- Schul- und Klassenklima, Schulleben
- Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklungskonzept.
Mit dem Ergebnis der Fremdevaluation konnte das Gymnasium Rutesheim sehr zufrieden sein. So wurde zum Beispiel das umfassende Angebot zur Schülerunterstützung und –förderung in vielen Bereichen ebenso ausdrücklich gewürdigt wie die von den Schülerinnen und Schülern verspürte sehr gute Atmosphäre an der Schule oder die Möglichkeit zu zahlreichem außerunterrichtlichen Engagement. Gleichzeitig regte der Bericht an, in Zukunft verstärkt über verlässliche Standards in der Notengebung und bei der Leitungsrückmeldung ebenso nachzudenken wie z.B. über ein optimiertes Raumkonzept. Mit der Schulaufsichtbehörde, dem Regierungspräsidium Stuttgart, wurden mittlerweile Zielvereinbarungen getroffen. Konkret geht es darum,
- eine einheitliche und orientierende Praxis der Leistungsbeurteilung zu entwickeln,
- ein planvolles und funktionales Individualfeedback zu entwickeln,
- bei der Gestaltung der Lehr- und Lernprozesse weiter auf Binnendifferenzierung zu achten
- und die innerschulischen Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte (Raumsituation) zu verbessern.
Mit der Umsetzung dieser konkreten Punkte befasst sich aktuell die Steuerungsgruppe Schulentwicklung.

Schulentwicklung - Steuergruppe Qualitätsmanagement
Ausgehend von empirischen Erkenntnissen zur Qualität von Schule, der Analyse europäischer Qualitätskonzepte sowie den Rahmenvorgaben im Bildungsplan 2004 wurde für die Qualitätsentwicklung und Evaluation der allgemein bildenden Schulen in Baden-Württemberg der Orientierungsrahmen zur Schulqualität entworfen. Er dient als Leitfaden schulischer Qualitätsentwicklung.
Im Zentrum schulischer Qualitätsentwicklung steht
- der Unterricht,
- der wesentlich von der Professionalität der Lehrkräfte geprägt wird,
- die wiederum in ihrem Wirken und in ihren Möglichkeiten in Funktionalität stehen zur Schulführung und zum Schulmanagement.
- In unmittelbarem Zusammenhang hierzu ist auch die Frage zu sehen,welches Schul- und Klassenklima an einer Schule vorherrscht,
- was sich insbesondere in der Kooperationsbereitschaft und in den Außenbeziehungen einer Schule niederschlägt.
Schließlich ist an Schulen ein Qualitätsmanagement erforderlich, welches die Prozesse überprüft, die die Qualität in den genannten Bereichen sicherstellen soll. Insofern bildet der Bereich Qualitätssicherung und -entwicklung das Fundament des baden-württembergischen Qualitätshauses.
Am Gymnasium Rutesheim ist die Steuergruppe Qualitätsmanagement für die gesamte Schul- und Qualitätsentwicklung verantwortlich. In unterschiedlichen Arbeitskreisen beschäftigen sich Kolleginnen und Kollegen und bisweilen auch Schüler und Eltern mit den genannten Handlungsfeldern und überlegen, wie die Qualität an unserer Schule verbessert werden kann.
Ein Meilenstein auf diesem Weg und richtungsweisend für die schulische Qualitätsentwicklung der nächsten Jahre sind die aus der Fremdevaluation im Schuljahr 2010/11 hervorgegangenen und mit der Schulaufsichtsbehörde festgelegten Zielvereinbarungen.
Im Schuljahr 2012/13 lassen sich zahlreiche Veränderungen in diese Richtung feststellen:
- In den Fachschaften wurden erste einheitliche Rahmenvorgaben bezüglich der Leistungsbewertung getroffen. Darüber hinaus haben die Fachschaften begonnen Kompetenzraster zu Diagnose und Rückmeldung von Schülerleistungen zu entwerfen und zu erproben.
- Der im Schuljahr 2011/12 gegründete AK Individualfeedback hat ein Konzept zur Einführung von Individualfeedback durch kollegiale Unterrichtshospitationen (siehe Arbeitskreise) erarbeitet. Die Zahl der teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen ist bereits im Schuljahr 2012/13 gestiegen.
- Am Pädagogischen Tag 2011 zum Thema Binnendifferenzierung entwickelte das Kollegium in den Fachschaften weitere konkrete Möglichkeiten der Differenzierung im Fachunterricht.
- Der ÖPR und die Schulleitung beschäftigen sich mit den innerschulischen Arbeitsbedingungen und eruieren die Möglichkeiten, wie das vorhandene Raumangebot optimaler genutzt werden kann. Ergebnis dieser Bemühungen ist bislang die Schaffung eines weiteren Besprechungsraumes im Schulhaus.
Ein weiterer Baustein zu einer qualitativ besseren Betreuung der Schülerinnen und Schüler sind die Tandemklassenlehrer in der Klassenstufe 5/6.
Zunächst gab am Gymnasium Rutesheim drei Schuljahre lang die sogenannten „Kooperationsklassen". Der Begriff „Kooperationsklasse" drückt aus, dass Lehrerinnen und Lehrer verstärkt miteinander kooperieren, um die Unterrichtsqualität zu steigern und Schüler früher, gezielter und individueller fördern zu können. Aufgrund der Erfahrungen mit dem ersten Jahrgang der Kooperationsklassen ist die Organisation der Kooperationsklassen für die jetzige Klassenstufe 6 leicht modifiziert worden.
Ziel des Arbeitskreises im vergangenen Schuljahr war es, ein Klassenlehrertandemmodell zu entwickeln, das organisatorisch entschlackt die Vorzüge des Koop-Modells beibehält. Im Schuljahr 2012/13 sind in allen fünften Klassen Klassenlehrertandems eingeführt worden. Diese Tandems teilen sich die Klassenlehreraufgaben ebenso wie die Verfügungsstunden und sind gleichberechtigte Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler sowie für die Eltern.
Unterrichtsentwicklung
Unsere Gesellschaft verändert sich mit zunehmender Geschwindigkeit. Die damit verbundenen Prozesse machen auch vor den Klassenzimmern nicht Halt und so gilt es, den Unterricht dahingehend weiterzuentwickeln, dass Schülerinnen und Schüler einerseits auf zeitgemäße Weise unterrichtet werden und gleichzeitig der Anspruch einer breiten Allgemeinbildung mit dem Ziel des mündigen Bürgers nicht aufgegeben wird. Der Orientierungsrahmen zur Schulqualität für allgemein bildende Schulen in Baden-Württemberg weist dementsprechend der Weiterentwicklung des Unterrichts eine zentrale Position im schulischen Qualitätsmanagement zu.
Im Interesse unserer Schülerinnen und Schüler hat Unterrichtsentwicklung am Gymnasium Rutesheim einen hohen Stellenwert. Systematische Unterrichtsentwicklung wird vor allem durch die Fachschaften geleistet und von Herrn Läpple als zuständigem Abteilungsleiter koordiniert. Innerhalb jeder Fachschaft gibt es ein Kernteam, das für die Planung, Durchführung und Evaluation der Qualitätsentwicklungsprojekte des Fachs zuständig ist. Ein Kernteam besteht dabei aus einem Teil der Lehrer, die das Fach unterrichten. Zur gegenseitigen Absprache treffen sich darüber hinaus die Fachvorsitzenden regelmäßig.
Aktuelle Themen der Unterrichtsentwicklung sind im Schuljahr 2012/13 beispielsweise
- die fachspezifischen Unterrichtscurricula mit den dazugehörigen außerunterrichtlichen Veranstaltungen
- einheitliche Kriterien bei der Leistungsmessung und ebenso bei der Leistungsrückmeldung
- die Entwicklung binnendifferenzierter Unterrichtseinheiten und individueller Diagnoseinstrumente, um Schülerinnen und Schüler individuell gezielt fördern zu können.
Aktualisiert (Montag, den 20. Mai 2013)