Teilnehmer einer Diskussion mit Moderatoren

Podiumsdiskussion zur Landtagswahl

Auf Einladung der Fachschaft Gemeinschaftskunde, des Leistungsfachs GK und der Demokratie-AG des Gymnasiums Rutesheim fand am Montag, 09. Februar 2026 nachmittags eine Podiumsdiskussion zur bevorstehenden Landtagswahl für alle Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 10 statt. Zu Gast waren die Wahlkreiskandidaten des Wahlkreises 6 (Leonberg-Herrenberg) Thomas Walz (Die Linke), Farina Semler (SPD), Peter Seimer (Grüne), Hans-Dieter Scheerer (FDP), Jessica Kläber (CDU, in Vertretung für Andreas Stickel) sowie Andreas Auer (AfD).

Die Moderatoren Finian Bangert (J2) und Lorena Rath (J1) führten souverän und pointiert durch die Veranstaltung. Bestens vorbereitet konfrontierten sie die Kandidierenden mit Aussagen aus deren Wahlprogrammen oder früheren Stellungnahmen und setzten klare Zeitvorgaben.

Im Themenblock „Wirtschaft“ zeigten sich deutliche Unterschiede: Beim Thema Ausbildung und Fachkräftemangel forderte Farina Semler (SPD) gebührenfreie Kitas, während Peter Seimer (Grüne) ein freiwilliges Orientierungsjahr im Handwerk sowie einen kostenfreien Meisterlehrgang vorschlug. Auch Hans-Dieter Scheerer (FDP) sprach sich für einen kostenlosen Meister aus. Jessica Kläber (CDU) betonte ein verpflichtendes letztes Kindergartenjahr und das dreigliedrige Schulsystem. Andreas Auer (AfD) plädierte für mehr handwerkliche und technische Berufe.

In der Debatte um Klimaschutz und Arbeitsplätze setzte Semler (SPD) auf eine schnelle Umstellung auf E-Mobilität. Scheerer (FDP) warnte hingegen vor einseitiger Festlegung und forderte Technologieoffenheit, etwa mit Blick auf Wasserstoff. Seimer (Grüne) widersprach staatlichen Subventionen einzelner Technologien und betonte Innovationsführerschaft. Thomas Walz (Linke) forderte eine ökologisch-soziale Transformation mit stärkerem ÖPNV. Auer (AfD) blieb hier wie auch in anderen Punkten eher unkonkret.

Beim Thema innere Sicherheit setzte die SPD auf Demokratiebildung und Schulsozialarbeit, die Grünen auf Prävention gegen Fake News. Die FDP verband Prävention mit klaren Sanktionen, die CDU betonte Grenzkontrollen und Überwachung, während die Linke soziale Ursachen in den Fokus stellte. Die AfD forderte schnelle Bestrafung.

Die zahlreichen Publikumsfragen – etwa zu Wehrpflicht, Inflation oder Zukunftsaufgaben – forderten die Kandidierenden zusätzlich. Insgesamt blieben die Kandidierenden in ihren Antworten jedoch eher defensiv. Am prägnantesten und mit klar formulierten und nachvollziehbaren Aussagen präsentierten sich die Politprofis Peter Seimer (Grüne) und Hans-Dieter Scheerer (FDP), was beim jungen Publikum sichtbar Anklang fand.

Zum Großteil waren die Schülerinnen und Schüler an diesem Nachmittag zum ersten Mal mit Politikerinnen und Politikern live in Berührung gekommen, was sie dazu anregte, ihre Wahlentscheidung nun anzugehen. Für viele von ihnen ist diese Landtagswahl am 08. März 2026 die erste Möglichkeit, ihr Wahlrecht ab 16 Jahren auszuüben. Schulleiter Jürgen Schwarz betonte dies in seinem Abschlussdank an alle Beteiligten dieses Nachmittags und verband ihn mit der Aufforderung „Geht wählen!“.

Andrea Frenzel
Abteilungsleiterin Kommunikation

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