Spannende Bergung der Sonde
Am Montag, 22. Juni 2026 war es wieder soweit: Das lange vorbereitete Stratoflight-Projekt unserer AG erreichte seinen Höhepunkt. Bereits in der ersten Stunde traf sich die AG, um die letzten Vorbereitungen für den Start ins Weltall zu treffen.
Zunächst wurde der Wetterballon mit über 4000 Litern Helium gefüllt. Gleichzeitig bereiteten die Schüler den Fallschirm vor, machten die Sonde startklar und aktivierten Kamera, Messgeräte sowie die GPS-Tracker.
Gegen 11:10 Uhr war der große Moment gekommen. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern auf dem Pausenhof wurde der Countdown heruntergezählt, dann hob der Ballon unter dem Applaus der Zuschauer ab und stieg immer höher in Richtung Stratosphäre.
Direkt nach dem Start machte sich die AG auf den Weg zum vorausberechneten Landeort im Nordschwarzwald. Bei einer kurzen Pause auf einer Anhöhe bei Tumlingen gelang ein besonderer Moment: Tatsächlich konnte der Ballon während seines Sinkflugs über den Wäldern entdeckt werden.
Als der GPS-Tracker keine neuen Signale mehr sendete, war klar, dass die Sonde gelandet sein musste. Die Suche führte uns in die Nähe des Hallwanger Kletterwaldes. Dort entdeckten wir den roten Fallschirm hoch oben in einer etwa 25 Meter hohen Tanne – viel zu hoch für eine eigene Bergung. Daher wurden das Forstamt und die Freiwillige Feuerwehr verständigt. Während weitere Einsatzkräfte und eine Drehleiter organisiert wurden, löste sich die Sonde überraschend selbst und fiel zu Boden. Zwar wurde sie dabei beschädigt, konnte aber erfolgreich geborgen werden.
Die ersten Kameraaufnahmen zeigten erneut beeindruckende Bilder der Erde aus großer Höhe und des dunklen Himmels an der Grenze zum Weltall.
Nun beginnt die wissenschaftliche Auswertung. An Bord befanden sich verschiedene Experimente, unter anderem mit Chlorophyll, Tonic Water, Gummibändern und Marshmallows. Zudem wurden erstmals neben Luftdruck, Temperatur und Geschwindigkeit auch die Ozon- und CO₂-Konzentration gemessen. Die entsprechenden Messgeräte hatte Julian Bräuninger (9a) vom KIT organisiert, Tobias Junginger (J2) lötete sie zuverlässig an den Datenlogger. Vielen Dank für diesen besonderen Einsatz!
Die Ergebnisse der Messungen und Experimente werden in den kommenden Wochen analysiert und beim Schulfest im Rahmen einer Ausstellung präsentiert.
Für alle Beteiligten war der Tag ein unvergessliches Erlebnis voller Spannung, Teamarbeit und Abenteuer. Vom Start bis zur Bergung der Sonde bot das Stratoflight-Projekt einzigartige Eindrücke und spannende Einblicke in Wissenschaft und Technik.
Linda Schweizer
Leiterin Stratoflight AG
Ein Video vom Projekt und dem Sondenflug gibt es hier zu sehen.




