Außenaufnahme des Landtagsgebäudes mit den Fahnen von Baden-Württemberg, Deutschland und Europa im Vordergrund.

Wir haben gewählt – Schulwahl zur Landtagswahl

Große politische Ereignisse werfen ihren Schatten voraus. Nach 15 Jahren Winfried Kretschmann wird es bei der kommenden Landtagswahl in Baden-Württemberg definitiv einen neuen Minister­präsidenten geben. Durch die Änderung des Wahlrechts dürfen zudem viele unserer Schülerinnen und Schüler erstmals nicht nur an unserer traditionellen Schulwahl teilnehmen, sondern auch ihre Stimme bei der offiziellen Wahl abgeben. Eine gründliche Vorbereitung auf den Wahlakt war daher besonders wichtig.

In den zwei Wochen vor der Wahl stand der Gemeinschaftskundeunterricht am Gymnasium Rutesheim ganz im Zeichen der Landtagswahl. Besonders interessant war, wie unterschiedlich die Parteien auf Landes- und Bundesebene wahrgenommen werden. Im Vergleich zu der letzten Schulwahl zur Bundestagswahl 2025 hat sich die politische Ausrichtung unserer Schülerschaft deutlich verändert.

Während im vergangenen Jahr an unserer Schule der Kampf um das Direktmandat zwischen SPD und CDU stattfand, kam es dieses Mal – etwas überraschend – zum Duell zwischen Grünen und FDP. Bei den Erststimmen setzte sich klar Peter Seimer (Grüne) mit 214 Stimmen vor Hans-Dieter Scheerer (FDP, 116 Stimmen) und Albrecht Stickel (CDU, 81 Stimmen) durch. Vermutlich spielte hier auch die durchgeführte Podiumsdiskussion mit den Kandidatinnen und Kandidaten eine wichtige Rolle bei vielen Wahlentscheidungen.

Spannend war zudem die Auswertung der Zweitstimmen, die die prozentuale Sitzverteilung in einem „Rutesheimer Parlament“ bestimmen würden. Während die Linke nicht in „unserem“ Landtag vertreten wäre, käme die AfD diesmal knapp über die 5‑Prozent‑Hürde. Wahlsiegerin wäre die grüne Partei, und die möglichen Koalitionsverhandlungen wären in unserem „Wahlkreis“ besonders interessant, da sich hier zahlreiche Optionen ergeben würden.

Am Montag nach der Wahl wird feststehen, wie sich die Wählerinnen und Wähler in Baden-Württemberg entschieden haben. Auch darüber werden wir im Unterricht sprechen – im Bewusstsein, dass politische Bildung an Schulen immer wichtiger wird. Sie ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass junge Menschen in einer komplexen, digitalisierten und zunehmend polarisierten Welt handlungsfähig bleiben und Diskussionen nicht scheuen müssen.

Unsere Schulwahlen sollen dazu beitragen, Demokratie für die Schülerschaft erfahrbar zu machen, statt sie nur theoretisch zu behandeln. Wenn Jugendliche Wahlprogramme vergleichen, diskutieren, Entscheidungen treffen und schließlich ihre Stimme abgeben, erleben sie unmittelbar, wie politische Teilhabe funktioniert. Und diese ist in einer Zeit, in der demokratische Kompetenzen nicht nur wünschenswert, sondern unverzichtbar sind, wichtiger denn je.

Ines Wagenplast
GK-Lehrerin

Quelle Bild Landtag oben: https://www.landtag-bw.de/de/aktuelles/presse/bilderservice/bilderverzeichnis-

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